Fitness-Tracker goes Business

Neue Technologien messen heutzutage viele unserer Aktivitäten. Ich sehe viele Menschen die eine Smartwatch oder einen Fitness-Tracker benutzen. Diese kleinen Helfer ermöglichen es uns, unser Training besser zu gestalten und unsere Ziele effektiver zu erreichen. Und natürlich mit mehr Spaß.

Nehmen wir einmal an, wir würden diese Hilfsmittel nicht nur in unserer Freizeit nutzen. Was wäre, wenn wir Echtzeitdaten dazu verwendet würden, um unsere tägliche Arbeit effektiver zu gestalten? Stichwort "Echtzeit Feedback".

Warum sind Fitness Tracker so gut?

Die Mechanismen warum diese Geräte so gut funktionieren sind einfach - transparente Selbstüberprüfung durch Echtzeitmessung, permanentes Feedback aller relavanten Daten und das alles als lustige App oder cooles Gerät verpackt.

Der Vorteil eines solchen Gerätes gegenüber dem traditionellen Trainer lassen sich sehen. Alles ist SMART - Specific, Measurable, Achievable, Relevant und Time based.

Fitnessuhren und Apps verwenden eine Vielzahl von Tracking-Sensoren, wie z.B. Beschleunigungssensoren und Höhenmesser, um jede unserer Bewegung zu verfolgen. Aus diesen Daten werden dynamische, personalisierte Ziele generiert, die auf individuellen Fähigkeiten, Wünschen und ehemaligen Leistungen basieren. Beispielsweise beim Ziel innerhalb eines Monats 15 Kilometer zu laufen oder beim Lauf eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 6 Kmh zu halten.

Die Daten und was sie über die Leistung bei der Zielerreichung aussagen (d.h. wie weit man davon entfernt sind ein Ziel zu erreichen), sind einfach zu lesen und immer verfügbar, direkt an unserem Handgelenk.

Automatisierte Eingabeaufforderungen, direktes Feedback und Call-to-action werden auf der Grundlage unserer Leistung ausgelöst - "100 weitere Schritte, um Ihr Ziel heute zu erreichen", "Du hast deine Zielzeit um 20 Sekunden unterboten".

Schließlich sind bei einigen Trackern Anerkennungen in Form von Badges, Auszeichnungen und Social Sharing-Funktionen integriert, was den Gesamtprozess lohnender und unterhaltsamer macht.

Wie kann man diese Mechanismen in ein Geschäftsumfeld anwenden?

Tracking Professional Performance

Viele Elemente, die einen Fitness-Tracker effektiv machen haben wir bereits im Einsatz

Täglich werden eine Vielzahl von Metadaten erzeugt. Leistungen von Mitarbeitern werden dokumentieren und diverse Geschäftsinformationen werden geliefert. CRMs verfolgen die Aktivitäten und Ergebnisse der Mitarbeiter, Anrufprotokolle zeigen die Effizienz der Serviceteams und die Einhaltung der Prozesse, Kundenbefragungen messen die Fähigkeit der Mitarbeiter Kunden zu gewinnen, und ERPs sagen uns, ob der Bestand korrekt verwaltet wird. Die Liste der verfügbaren Quellen und Sensoren ist endlos.

Genau wie bei einem Fitness-Tracker kann man mit diesen Daten den Mitarbeitern Benchmarks sowie kurz- und langfristige Ziele liefern, die speziell auf die Fähigkeiten und Leistungen jedes einzelnen Mitarbeiters zugeschnitten sind. Alles was benötigt wird, ist eine Verknüpfung von Zielen und Daten.

Mit den richtigen Systemen können Dashboards erstellen werden, die diese Daten interpretieren und so aufbereiten, dass sie für die Mitarbeiter sinnvoll und nützlich sind. Diese Dashboards sollten intuitiv und transparent gestaltet werden, um den Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, ihre Leistung jederzeit und überall selbst zu verfolgen. Selbstbestimmung ist ein wichtiger Bestandteil der nicht zu kurz kommen darf.

Dieser Ansatz kann noch einen Schritt weiter gehen. Ein Mitarbeiter kann eine Benachrichtigung wie "Dieses E-Learning zur Verbesserung Ihres Wissens abschließen" erhalten. Genau wie bei einem Fitness-Tracker haben wir aussagekräftige und relevante Daten als Feedback.

Abschließend sei darauf hingewiesen, dass es Spaß macht und Motivation bringt. Die Nutzung von Gamification, also Nutzung von Elementen aus der Gamingwelt, wie z.B. Level erfolgreich abzuschließen, Badges zu gewinnen, Kollegen herauszufordern und Erfolge zu teilen, macht diesen Prozess für die Benutzer so einzigartig.

Führungskräfte provitieren ebenfalls

Der Fitness-Tracker Ansatz ist nicht nur für Mitarbeiter geeignet, sondern kann auch dazu verwendet werden, dass Management anzutreiben. Dieselben Daten die wir zur Motivation der Mitarbeiter verwenden, können ebenfalls zu bestimmten Handlungen auffordern. Beispielsweise "Marc fällt heute zurück" oder "Sascha braucht vielleicht ein Coaching für die neue Produktlinie". Auf diese Weise können sie ein nahendes Problem proaktiv angehen.